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Schichtstärke oder Schichtdicke


Schichtstärken beim Anstreichen und Lackieren


Für den Korrosionsschutz von Metalloberflächen legt die DIN EN ISO 12944-5 Sollschichtstärken fest. Die Schichtstärken hängen von der Belastung der Oberfläche durch atmosphärische Korrosion und anderen Faktoren ab.

Beanspruchung / Sollschichtstärke

C 2 gering / 120 bis 160 µm
C 3 mäßig / 160 bis 200 µm
C 4 stark / 200 bis 280 µm
C 5-I sehr stark / 250 bis 500 µm (Industrieatmosphäre)
C 5-M sehr stark / 240 bis 320 µm (Meeresatmosphäre / Salzwasser-Atmosphäre)

1 µm = 0,001 mm

Diese Schichtdicken gelten vor allem auch für Anstriche mit Lacken. Das Mininum für einen ausreichenden Korrosionsschutz sind 120 µm bis 160 µm. Mit Lacken, die für Heimwerker hergestellt werden, ist diese Mindestschichtstärke kaum oder sehr selten erreichbar. Mit Beschichtungsstoffen von BRANTH aus unserem Sortiment sind die in C 5-I geforderten Schichtstärken von 250 bis 500 µm problemlos erreichbar. Mit OWATROL DECO sind ca. 120 µm bis 160 µm bei zweimaligem Anstrich möglich.

Schichtstärken beim Hohlraumschutz und Unterbodenschutz

Wir sprechen beim Korrosionsschutz von Beschichtungsstoffen, weil nicht jedes Mittel für den Korrosionsschutz ein Lack ist. Für die Hohlraumversiegelung werden Wachse, Öle und Fette verwendet.

Auch beim Hohlraumschutz ist die Schutzdauer von der Schichtstärke abhängig.  Die Schichtstärken hängen außerdem vom jeweiligen Produkt ab:

  • FERTAN HT Hohlraumschutzwachs ermöglicht Schichtstärken bis 1500 µm
  • FLUID FILM Liquid AR ermöglicht Schichtstärken von 500 bis 800 µm
  • MIKE SANDERs Korrosionsschutzfett ermöglicht Schichtstärken von 500 µm und mehr

Dünnflüssige Rostschutzöle wie z.B. FLUID FILM Liquid A und NAS sorgen nur für erheblich dünnere Schichtstärken und müssen deshalb nach einem oder mehreren Jahren erneuert oder mit FLUID FILM Liquid AR überarbeitet werden. Der Vorteil dünnflüssigerer Öle ist die höhere Kriechfähigkeit.

Lösemittelhaltige Hohlraumversiegelungen wie das FERTAN HT Wachs für die Hohlraumkonservierung werden in mehreren dünnen Lagen aufgebracht. Jede Lage muss gut ablüften, damit die Lösemittel entweichen können, bevor die nächste Schicht aufgetragen wird.

Auch beim Hohlraumschutz gilt, dass eine Hohlraumkonservierung einen rostfreien Untergrund drei- bis fünfmal länger schützt, als einen rostigen. Deshalb empfehlen wir die Vorbehandlung mit FERTAN Rostumwandler unabhängig vom Beschichtungsstoff! Öle, Fette und Wachse beseitigen keinen Rost, sie verzögern ihn nur erheblich.

Beim Unterbodenschutz können Schichtstärken von 400 µm mit PERMA FILM und über 400 µm mit FERTAN UBS 220 Unterbodenschutzwachs erreicht werden.

Schichtdicken messen

Zum Messen von Schichtstärken verwendet der Maler und Lackierer ein Schichtdickenmessgerät. Die Anschaffung des Schichtdickenmeßgeräts lohnt sich auch für Besitzer alter und sehr alter Autos, besonders, wenn diese noch die Erstlackierung haben. Lack, der optisch noch gut aussieht, kann schon längst an der Grenze der nötigen Schutzwirkung sein. Und jedesmal beim Polieren wird die alte Lackschicht noch dünner.

Für gelegentliche Anstreich- und Lackierarbeiten kommt der Heimwerker auch ohne Messgerät aus. Sie finden bei den Beschreibungen unserer Lacke z.B. Angaben wie "1 Schicht ca. xx µm". Wenn Sie entsprechend den Angaben bei den jeweiligen Lacksorten zwei- bis dreimal streichen, werden Sie einen ausreichenden Schutz erhalten. Wer Verdünner nach dem Motto "dann reicht der Lack für eine größere Fläche" zufügt, erzielt keine ausreichende Schichtstärke, denn die Verdünnung verdunstet aus der trocknenden Lackschicht.

In Hohlräumen ist eine Schichtdickenmessung so gut wie unmöglich, es sei denn der Hohlraum wurde aufgetrennt. Auch am Fahrzeugunterboden mit seinen Unebenheiten ist eine Messung der Schichtdicke oft kaum oder schwer möglich.

Bei der Hohlraumkonservierung können Sie sich mit optischen Prüfungen behelfen. Beispiele dafür:

Dünnflüssige Rostschutzöle erreichen Schutzschichten von ca. 30 bis maximal 100 µm. 100 µm sind 0,1mm. Das ist auch optisch kaum erkennbar. Die erforderlichen Schichten erreichen Sie meistens, wenn Sie meistens die Hohlraumsonde zweimal langsam durchziehen. Für das FERTAN HT Hohlraumkonservierungs-Wachs sind bis 1500 µm = 1,5mm möglich. Das ist eine Schichtstärke, die man optisch durchaus erkennen und von einer viel zu dünnen Schicht unterscheiden kann. Wie dick eine mit FLUID FILM Liquid AR oder MIKE SANDERs Korrosionsschutzfett beschichtete Fläche mit 500 bis 800 µm aussieht, können Sie vorher durchaus testen, indem Sie ein Blech in der Stärke von 0,5 bis 0,8mm besorgen und ein anderes Blech bestreichen bis sie eine der Dicke des "Messblechs" entsprechende Schicht haben.

Zu dicke Schichten nutzen bei Hohlraumschutzmitteln nichts:

Tragen Sie eine zu dicke Schicht Rostschutzöl im Hohlraum auf, schadet es nichts, nutzt aber auch nichts, sie schwimmt auf der unteren oben auf, gleitet ab und wird evtl. ausgewaschen. Eine zu dicke Schicht Fett bietet keinen weiteren Schutz. Eine zu dicke Schicht Hohlraumwachs muss vermieden werden, insbesondere wenn das Wachs Lösemittel enthält.

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